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VoIP FAQ / Voice over IP Glossar / SIP / Internet-Telefonie


Was bedeutet QoS / Quality of Service

QoS ist die Abkürzung für Quality of Service, was übersetzt etwa Dienst-Qualität/Güte bedeutet. Im Zusammenhang mit Voice over IP und Routern wird mit QoS eine Methode bezeichnet, die durch die Priorisierung von entsprechenden IP-Paketen eine stabile VoIP-Anwendung (Dienst) ermöglicht.

Das wird leicht verständlich anhand eines Beispiels:
Nehmen wir an, Sie verwenden zu Hause einen Router, an dem ein kleines Netzwerk aus zwei Rechnern und ein SIP-fähiges Telefon angeschlossen ist. Ihren DSL-Anschluss betreiben Sie mit einem DSL-1000-Tarif, das heisst mit einer maximalen Datenübertragungsrate von 1024 kbit/s laden/Download und 128 kbit/s senden/Upload.

Alles funktioniert wunderbar, sie können "voipen", mit beiden PCs surfen und auch Daten zwischen diesen beiden austauschen. Problematisch kann es aber werden, wenn die bei DSL-1000 ohnehin geringe Upload-Bandbreite (eher "Bandenge" :O) von Ihnen gleichzeitig etwas intensiver genutzt wird, um Daten zu senden - das ist zum Beispiel bei Filesharing-Programmen (Kazaa, eMule, BitTorrent) oder ftp-Uploads der Fall. 128 kbit/s sind nur 16 Kilobyte pro Sekunde und - je nach Codec - benötigen Sie davon mindestens 2 bishin zu 10 Kilobyte pro Sekunde garantiert, um fehlerfrei telefonieren zu können.

Während es bei den meisten Programmen unproblematisch ist, wenn die verfügbare Leitungskapazität mit anderen Anwendungen konkurriert, der Download/Upload wird dann eben nur langsamer, ist bei VoIP-Gesprächen eine gewisse Bandbreite und eine möglichst geringe Laufzeit der dafür übertragenen Datenpakete unbedingt und immer erforderlich. Ansonsten leidet die Qualität der Sprache doch erheblich.

Bei Echtzeit-Anwendungen sind niedrige Laufzeiten der übertragenen Daten zwischen den Endgeräten außerordentlich wichtig. Auch Online-Gamer kennen diesen Effekt: wenn gleichzeitig gespielt und Daten "gesaugt" werden, schnellt der ach so wichtige Ping in die Höhe. Obwohl es sich nur um Millisekunden handelt, wird der Spielspaß erheblich eingetrübt.

Man könnte nun versuchen, diesem Problem teilweise entgegen zu treten, indem man die maximalen Übertragungsraten in den laufenden Programmen software-seitig begrenzt - das lassen beispielsweise die meisten Filesharing-Programme in den Optionen zu. Viel weiter kommt man damit aber nicht.

Professioneller und viel effizienter wäre es dagegen, wenn bereits der Daten-Verteiler, der Router diese Aufgabe automatisch übernähme und für gute Laufzeiten der Echtzeitprogramme sorgte.

Genau dafür ist QoS zuständig: ein Router mit QoS bevorzugt (priorisiert) den Datenstrom, der zum Beispiel für VoIP-Gespräche nötig ist. Anderen Anwendungen, bei denen ein geringerer, schwankender oder sogar ausfallender Datenstrom unkritisch ist, werden entsprechend stiefmütterlich behandelt. Das Stichwort für QoS ist also Bandbreiten-Management.

Technisch wird dieses Bandbreitenmanagement, die Garantierung bzw. Reservierung von Bandbreite/Laufzeit mittels QoS durch ein Flag im Header der IP-Datenpakete realisiert, das deren Wichtigkeit kategorisiert (ToS, Type of Service).
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Ergo: Falls Sie vorhaben, einen neuen Router für Voice over IP anzuschaffen, achten Sie darauf, daß dieser QoS unterstützt.

siehe auch: FAQ: Welche Datenmenge/Bandbreite beansprucht ein Gespräch mittels VoIP


Letzte Änderung des VoIP-FAQ-Artikels: 2005-08-11 18:27
Verfasser des VoIP-FAQ-Artikels: voip-sip.de